Mein Programm

Ich möchte Bürgermeisterin für alle  Bürger:innen dieser Stadt sein und mit Ihnen zusammen die Zukunft von Ginsheim-Gustavsburg gestalten

Hier in unserer Gemeinde können wir das Leben für alle Bürger:innen besser machen. Dafür möchte ich Ihnen zuhören und Sie mit Bürger:innen-Räten in Entscheidungsprozesse einbeziehen. Ich stehe für einen transparenten und dialogorientierten Politikstil, der alle Menschen mit ihren Anliegen ernst nimmt. Mir ist eine offene Gesellschaft wichtig, in der wir uns mit Respekt und Toleranz begegnen. Die tragende Säule für den Zusammenhalt in unserer Stadt ist das Ehrenamt.

Die Flutkatastrophe bei unseren Nachbar:innen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen führt uns vor Augen, wie schnell unsere Lebensgrundlage buchstäblich weggeschwemmt werden kann. Der Klimawandel ist bei uns angekommen, und mit ihm die wachsende Gefahr extremer Wetterereignisse wie Hitze, Dürre oder Flut. Klimaschutz allein genügt deshalb nicht mehr; vielmehr müssen wir uns auch vor den Folgen der Erderwärmung schützen – mit konkreten Maßnahmen vor Ort. Der Neubau der Feuerwehr als wichtiger Teil des Katastrophenschutzes in Gustavsburg hat dabei als Pflichtaufgabe oberste Priorität. Alle zukünftigen baulichen Veränderungen in unserer Stadt müssen darauf überprüft werden, ob sie uns im Katastrophenfall schützen und nicht zu einem unkalkulierbaren Risiko werden. Daher stehe ich zum Schutz unserer Lebensgrundlage für konsequenten Klimaschutz vor Ort. Ginsheim-Gustavsburg braucht dafür endlich einen Plan mit einem integrierten Klimaschutzkonzept.

Klimaschutz schaffen wir im Teamwork. Deshalb werde ich als Bürgermeisterin die Gründung einer Energiegenossenschaft in die Wege leiten. Für Strom von hier für uns. Die Genossenschaft soll Photovoltaik-Anlagen im Ort errichten und betreiben und allen Bürger:innen offenstehen. Sonnenenergie ist eine saubere und einfache Technologie, die sich rechnet. So können alle Bürger:innen  von der Energiewende profitieren.
 
Meine Überzeugung: Klimaschutz ist Heimatschutz
+ Katastrophenschutz, Hochwasserschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen voranbringen
+ Klimaschutzkonzept für Ginsheim-Gustavsburg
+ Gründung einer Energiegenossenschaft

Als berufstätige Mutter weiß ich unsere ausgezeichneten Kitas sehr zu schätzen. Ich weiß aber auch, wie schwer es das unzureichende Angebot in den Randzeiten nach 15:00 Uhr vielen Eltern macht, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Mein Ziel als Bürgermeisterin sind deshalb Kita-Öffnungszeiten und Betreuungsangebote an den Grundschulen, die Eltern eine Vollzeit-Tätigkeit ermöglichen. Das wichtigste Ziel der Stadt muss es sein, die Ganztagsbetreuung für alle Kinder von 1 bis 12 Jahren sicherzustellen. Dabei müssen die Angebote qualitativ hochwertig und bezahlbar bleiben und sich am Einkommen der Eltern orientieren.
 
Eine familienfreundliche Stadt braucht für mich aber auch mehr als gute Betreuung. Wenn Kinder am Mainufer spielen, müssen die Wiesen sauber sein, sichere Radverkehrswege sind Voraussetzung dafür, dass Familien mit dem Rad unterwegs sind und Einkaufsmöglichkeiten um die Ecke erleichtern den Familienalltag. Kindertreffs und Jugendhäuser sind attraktive Angebote für Familien mit Kindern, erhöhen die Lebensqualität für alle und schaffen Orte der Begegnung. 
 
Meine Überzeugung: Die beste Betreuung für unsere Kinder
+ Ganztagesbetreuung für alle Kinder von 1 bis 12 Jahren sicherstellen
+ Orte für Kinder und Jugendliche weiter fördern und stärken
+ Sichere und saubere Stadt für Kinder und Familien

Ich will, dass GiGu ein Ort ist, wo jede und jeder ein Zuhause zu einem angemessenen Preis finden kann. GiGu soll auch für junge Familien und Normalverdiener:innen eine lebenswerte Stadt sein. Deswegen darf die Grundsteuer B nicht ungebremst weiter steigen – denn sie belastet Mieter:innen und Eigentümer:innen und ist bereits jetzt deutschlandweit auf Rekordniveau! Eine weitere Steigerung zu Lasten der Bürger:innen können wir nur vermeiden, wenn wir keine weiteren Schulden aufnehmen und eine faire Finanzpolitik durchsetzen. Dafür werde ich mich als Bürgermeisterin mit allen Möglichkeiten meines Amtes einsetzen. Ich stehe für finanzielle Nachhaltigkeit, für verantwortungsbewusstes wirtschaftliches Handeln im Sinne aller Bürger:innen und nachfolgenden Generationen. Um ein Zeichen zu setzen, werde ich angesichts der angespannten Haushaltslage unserer Stadt als Bürgermeisterin 10 Prozent meiner monatlichen Vergütung für soziale und ökologische Projekte in GiGu spenden.
 
Die Realisierung aller gegenwärtig geplanten und diskutierten Projekte würde die Stadt in die Überschuldung führen. Deshalb müssen wir uns auf die wichtigsten und finanziell leistbaren Vorhaben konzentrieren und uns stärker um Fördermittel bemühen, die von Land und Bund auch besonders in nachhaltige und soziale Projekte fließen. Statt in Prestige-Projekte und neue Straßen zu investieren, will ich Projekte priorisieren, die klima- und umweltschonend unserer Gemeinschaft zugutekommen, so dass GiGu auch in Zukunft lebenswert bleibt. Ausgaben für Soziales, Jugend, Senior:innen, Sport und Kultur sind für mich Teil dieser Priorität. 
 
Meine Überzeugung: Keine uneinlösbaren Versprechen, sondern solide Finanzen
+ Steigerungen der Grundsteuer B bremsen
+ Klare Prioritäten auf nachhaltige und soziale Investitionen
+ 10% meiner monatlichen Vergütung für Projekte für unsere Gemeinschaft

Die Lage Ginsheim-Gustavsburgs zwischen Altrhein und Mainspitze macht unsere Stadt zu etwas ganz Besonderem. Wir haben eine große Verantwortung für Uferflächen, Naturschutz und Naherholung. Mitten im Rhein-Main-Gebiet ist es deshalb auch unsere Aufgabe uns dafür einzusetzen, dass möglichst wenig Boden neu versiegelt wird. Ich möchte die bestehenden Grünflächen naturnah aufwerten, z.B. am Feuerwehrhaus Ginsheim, am Altrheinufer und am Mainufer. 
 
Die Entwicklung eines grünen Gürtels für die Mainspitze trägt zur weiteren Vernetzung und Ausweitung naturnaher Flächen bei und schafft zusammenhängende Lebensräume. Streuobstwiesen, Blühstreifen und Feldhecken fördern das Stadtklima, dienen den Menschen zur Erholung und Tieren und Pflanzen als Lebensraum. Ich will alle ermutigen, bei einer Stadt mitzumachen, die ein Zuhause für Hummeln, Bienen und Schmetterlinge ist. Dafür brauchen wir Privatpersonen und Unternehmer:innen, die ihre Gärten und Dächer begrünen. Ich möchte die Menschen mit Fachwissen und Förderungen dabei unterstützen, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen und sich für unsere Stadt und die Umwelt einzusetzen. 
 
Meine Überzeugung: Eine lebenswerte Stadt ist ökologisch
+ Flächen in Ufernähe und am Feuerwehrhaus naturnah aufwerten
+ Entwicklung eines grünen Gürtels für die Mainspitze
+ Unterstützung für bienenfreundliche Gärten und Dächer 

Ginsheim-Gustavsburg soll lebenswert sein für Alteingesessene und für Neuhergezogene. Alle Mitbürger:innen sollen von einer umfassenden, einwohnerfreundlichen sozialen Infrastruktur profitieren und sich als Teil einer kommunalen Gemeinschaft empfinden. Ginsheim und Gustavsburg, zwei vielseitige und lebenswerte Stadtteile, gehören zusammen – sie müssen städtebaulich zusammen gedacht, aber entsprechend ihrer historischen Strukturen, ihrer Bedarfe und jeweiligen Voraussetzungen weiterentwickelt werden.
 
Bezahlbare Mieten leisten einen wesentlichen Beitrag zu sozialer Stabilität und Integration. Hier kommt dem kommunalen und genossenschaftlichen Mietwohnungsbau eine besondere Rolle zu. Bebaubare kommunale Grundstücke möchte ich daher vorrangig für kommunalen und genossenschaftlichen Mietwohnungsbau nutzbar machen. Insbesondere sollen inklusive Wohnformen entwickelt werden, die Menschen mit Beeinträchtigungen, Studierenden und Auszubildenden, Familien und alten Menschen die Chance bieten, selbstbestimmt und dennoch in Gemeinschaft zu leben. Ich will für einen städtebauliche Entwicklung in die Zukunft Konzeptvergaben öfter in Betracht ziehen und für günstigen Wohnraum Instrumente wie das Erbbaurecht nutzen. Auch Förderrungen von Land und Bund, wie den Großen Frankfurter Bogen, will ich für günstigere Mieten nutzen.
 
Meine Überzeugung: Die Stadt ist für alle da
+ Kommunaler und genossenschaftlicher Mietwohnungsbau für bezahlbare Mieten
+ Unterstützung von inklusiven und gemeinschaftlichen Wohnformen
+ Instrumente des Wohnungsbaus für günstigen Wohnraum und bauen für die Zukunft nutzen

Für unsere Stadt möchte ich einen Wirtschaftsmix aus kleinen und mittleren Betrieben halten, die über die Gewerbesteuer hinaus einen nachhaltigen Nutzen für GiGu erbringen – etwa indem sie Arbeitsplätze bieten, zu lebendigen Stadtteilkernen beitragen oder die Grundversorgung zu Fuß oder per Rad ermöglichen. Ich möchte als Bürgermeisterin bei entsprechenden Unternehmen für die Ansiedlung bei uns werben.
 
Damit das gelingt möchte ich Einzelhändler:innen, Handwerker:innen und Unternehmer:innen durch gute Standortbedingungen unterstützen. Eine besondere Herausforderung der nächsten Jahre wird es sein, unsere Innenstädte lebendig zu halten. Ich will zeitgemäße und innovative Maßnahmen fördern wie etwa gemeinsame Online-Shops mit Lieferservice per Lastenfahrrad oder Mitglieder- und Tauschläden. Das TIGZ ist für mich ein wichtiger Faktor für die Entwicklung der Wirtschaftsstruktur, insbesondere für die Ansiedlung von jungen Unternehmen. 
 
Ich möchte Ginsheim-Gustavsburg zur Fairtrade-Town machen. Läden, Gastronomie und Vereine sollen fair gehandelte Produkte anbieten und verwenden. Das kann unser lokaler Beitrag für eine gerechtere Welt sein. Außerdem will ich den Appell der Bundesregierung aufgreifen, bis 2030 die Menge der Lebensmittelabfälle zu halbieren. Dies können wir zum Beispiel durch das Aufstellen weiterer Fair-Teiler-Schränke für die Überschüsse aus Lebensmittelproduktion und -einzelhandel erreichen. 
 
Meine Überzeugung: Innovation schafft lebendige Innenstädte und gute Arbeitsplätze
+ Werben für Unternehmen, die unsere Stadt voranbringen, ist Chefinnen-Sache
+ Lebendige Innenstädte durch innovative Maßnahmen erhalten
+ Ginsheim-Gustavsburg zur Fairtrade-Town machen

Die Stadt soll für alle lebenswert sein. Junge und alte Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse an Aufenthaltsorte in der Stadt. Für Jugendliche will ich Aufenthaltsorte wie Jugendhäuser und Sportparks weiter fördern und für Senor:innen Möglichkeiten zum Austausch schaffen. Ich stehe zum „Seniorentreff zur Fähre“ und schätzen die Angebote des Seniorenbüros sehr. Darüber hinaus möchten wir generationenübergreifende Projekte fördern und ausbauen, z.B. Wohnformen für Jung und Älter unter einem Dach, wie dies im Mehrgenerationenhaus Lebensalter e.V. in Ginsheim bereits gelebt wird.
 
Wir brauchen für die Mobilität von jung und alt einen gut ausgebauten ÖPNV und ein gutes Radnetz. Barrierefreie Gehwege, die nicht von parkenden Autos blockiert werden, brauchen Schulkinder, Senior:innen, Rollstuhlfahrer:innen und Menscheb, die mit Kindern und Kinderwagen unterwegs sind gleichermaßen.  
 
Da Kindern und Jugendlichen kein Wahlrecht haben, aber es bei der Gestaltung der Stadt auch um ihre Zukunft geht, werde ich effektive Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche schaffen, sich an der Gestaltung unserer Gemeinde und ihrer Lebenswelt zu beteiligen. Kindern und Jugendliche sollen in die Gestaltung von öffentlichen Plätzen und aller anderen Angelegenheiten, die sie betreffen, einbezogen werden. Partizipation fördert nicht nur die Akzeptanz, sondern stärkt auch insgesamt das soziale Miteinander in unserer Stadt.
 
Meine Überzeugung: Eine lebenswerte Stadt denkt jedes Alter mit
+ Unterstützung generationenübergreifender Projekte
+ Generationengerechte Verkehrswende
+ Beteiligung und Einbindung von Kindern und Jugendlichen sicherstellen

Mitten in der Rhein-Main-Region sind wir Pendler:innen-Stadt. Damit der ÖPNV eine gute Alternative zum Auto wird, braucht es bessere Verbindungen. Nach erfolgreicher Etablierung der Regionalbahn 75 mit stündlichem Halt am Gustavsburger Bahnhof ist mein nächstes Ziel, den Halt auf einen 30-Minuten-Takt zu verdichten. Dadurch entsteht gleichzeitig eine attraktive Verbindung nach Mainz, Wiesbaden und Frankfurt (mit Umstieg in Bischofsheim) im 15-Minuten-Takt. 
 
Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung GiGus zu einer fahrradfreundlichen Stadt. Insbesondere die Eisenbahnbrücke als Hauptverkehrsweg nach Mainz hat hier große Bedeutung. Bereits jetzt ist die Strecke zu den Hauptverkehrszeiten kaum flüssig befahr- oder begehbar, und es kommt regelmäßig zum Stau. Erforderlich ist daher die erneute Verbreiterung des Weges oder die Öffnung des zweiten Stegs auf der anderen Seite der Brücke, verbunden mit der Verbesserung der Sicherheit.Ich will mich als Bürgermeisterin dafür einsetzen, dass GiGu gut an die neu entstehenden Schnellradwege angeschlossen wird und wir gute Radverkehrsverbindungen nach Mainz, Wiesbaden, Frankfurt und Groß-Gerau erhalten. 
 
Meine Überzeugung: Rad und ÖPNV müssen attraktiv sein, damit viele den Umstieg wagen
+ Erhöhung des Bahn-Takts nach Mainz und Frankfurt auf einen 15-Minuten-Takt
+ Fahrradfreundliche Stadt Ginsheim-Gustavsburg
+ Engagement für Schnellradwege in die umliegenden Städte

Zur Lebensqualität und Attraktivität unserer Stadt tragen ihr reges Vereinsleben und ihr für Kommunen dieser Größenordnung ungewöhnlich reiches Kulturangebot wesentlich bei. Die Förderung und Unterstützung dieses Angebots ist darum kein entbehrlicher Luxus, sondern unerlässliche Pflege der sozialen Infrastruktur. 
 
Auf die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angeordneten Einschränkungen haben die Sport- und Freizeitvereine sowie die Kultureinrichtungen unserer Stadt mit viel Einsatz und hoher Kreativität reagiert. Dennoch leiden sie schwer unter den Folgen und sind daher besonders auf die Unterstützung der Stadt angewiesen. Damit bewährte und für das Gemeinwesen wichtige Strukturen nicht in Gefahr geraten, dürfen die berechtigten Interessen von Kultur und Vereinen nicht der Haushaltskonsolidierung geopfert werden. Musikschule, Kino, Kultursommer, Achterbahn, Jazz-Konzerte, Burg- und Altrheinfest usw. will ich weiterhin unterstützen.
 
Viele kleinere Vereine wie die Leseeulen oder die „Freunde der Villa Hermann“ prägen das kulturelle und soziale Leben unserer Stadt und müssen ausreichend gefördert werden.

Auch bei der Integration Geflüchteter spielen Vereine und Initiativen eine wichtige Rolle – vom Sportverein bis hin zur Fahrradwerkstatt für Geflüchtete und dem „Garten der Vielfalt“. Fördermöglichkeiten müssen ausgeschöpft und die städtischen Zuschüsse beibehalten werden. 

Meine Überzeugung: Kultur und Vereine sind wesentliche Säulen unseres Zusammenlebens
+ Finanzielle Unterstützung von Vereinen
+ Kulturelles Angebot und Einrichtungen stärken
+ Vielfalt des ehrenamtlichen Engagement würdigen und fördern